Archive for Januar, 2017

Morphologischer Kasten

Der morphologische Kasten ist eine systematisch analytische Kreativitätstechnik nach dem Schweizer Astrophysiker Fritz Zwicky (1898–1974). Die mehrdimensionale Matrix bildet das Kernstück der morphologischen Analyse.

Die morphologische Analyse ist eine Methode um komplexe Problembereiche vollständig zu erfassen und alle möglichen Lösungen vorurteilslos zu betrachten. Sie erfolgt in einer Gruppe bis zu sieben Personen, wodurch sich das Wissens- und Ideenpotential erweitert. Die Durchführung wird von einem Moderator gesteuert und dauert ca. eine halbe bis zwei Stunden. Zusammen mit der Analyse des Problems ist eine Verallgemeinerung der Fragestellung zweckmässig. Dadurch erweitert man das Problemfeld mit dem Ziel, originelle Lösungen zu finden. Die morphologische Analyse bedient sich des morphologischen Kastens, des anschaulichen Bildes einer mehrdimensionalen Matrix.

 

V-Modell

Die Idee zum V-förmigen Vorgehen stammt 1979 von Barry Boehm. Das erste V-Modell wurde 1986 in Deutschland entwickelt. Zunächst war es für IT-Projekte der öffentlichen Hand vorgesehen, inzwischen wird es aber auch in der Privatwirtschaft eingesetzt.

Das V-Modell ist eine abstrakte und umfassende Methode des Projektmanagements für Entwicklungsprojekte. Der Begriff resultiert einerseits aus dem ersten Buchstaben des Vorgehensmodells, andererseits aus der V-förmigen Darstellung der Projektelemente aus Spezifikation und Zerlegung im absteigenden Ast sowie Realisierung und Integration im aufsteigenden Ast. Dabei wird neben einer Zeitachse auch eine Detaillierung beschrieben, wodurch sich das charakteristische V ergibt. In den einzelnen Phasen wiederum werden die Aktivitäten beschrieben, die sich ihrerseits wieder in Arbeitspakete gliedern.

 

AIDA-Modell

Das AIDA-Modell ist ein Werbewirkungs-Prinzip und es wurde 1898 von Elmo Lewis entwickelt. Zunächst wurde es zur Gliederung von Verkaufsgesprächen verwendet. Später fand das Modell ebenso Anwendung im Marketing, speziell in der Gestaltung von Werbemassnahmen. In der Werbepraxis gilt die AIDA-Formel als Faustregel für die Gestaltung von Werbemitteln. Es handelt sich nicht nur um das bekannteste Marketing Modell, sondern auch um das umstrittenste. Aufgrund seiner groben Vereinfachung der Reaktionen von Konsumenten gilt es allgemein als veraltet. Ebenso wird die lineare Abfolge der Werbewirkung angezweifelt.

Das Stufenmodell enthält vier Phasen, die der Kunde durchlaufen soll und die letztendlich zu dessen Kaufentscheidung führen sollen. Die vier Phasen werden als gleich wichtig angesehen und finden auch heute noch teilweise in Werbestrategien und Verkaufsgesprächen ihre Anwendung. Der Name ist ein Akronym, welches sich aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Phasen zusammensetzt: Attention steht für die Aufmerksamkeit, Interest für das Interesse, Desire für das Verlangen und Action für die Handlung.

 

Maslowsche Bedürfnispyramide

Die Maslowsche Bedürfnispyramide (Bedürfnishierarchie) beruht auf einem vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow veröffentlichten Modell. Es wurde 1943 entwickelt um die Motivationen des Menschen zu beschreiben.

Die menschlichen Bedürfnisse bilden die Stufen der Pyramide und bauen dieser eindimensionalen Theorie entsprechend aufeinander auf. Der Mensch versucht demnach, zuerst die Bedürfnisse der niedrigsten Stufe zu befriedigen, bevor die nächste Stufe zum neuen Bedürfnis in Angriff genommen wird. Solange ein Bedürfnis einer niedrigeren Stufe nicht erfüllt ist, ist ein Bedürfnis einer höheren Stufe prinzipiell noch nicht vorhanden. Erst das inzwischen befriedigte Bedürfnis erhöht die Motivation, ein weiteres zu befriedigen.

 

SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse wurde 1965 an der Harvard Business School entwickelt und ausformuliert. Sie bildet in dem damals entwickelten Strategieprozess den zentralen Ausgangspunkt zur detaillierten Untersuchung der internen Unternehmensfaktoren sowie der externen Umweltfaktoren.

Die SWOT-Analyse englisches Akronym für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Gefahren), wird im Bereich der Betriebswirtschaft häufig übersetzt mit „Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken“. SWOT ist ein Werkzeug des strategischen Managements, wird aber auch für Evaluationen und Qualitätsentwicklung von Programmen eingesetzt. Insofern ist das Werkzeug sehr einfach in der Anwendung und erfreut sich ungeachtet seines Alters noch heute einer grossen Beliebtheit unter den Managern.

 

BCG-Matrix

Die BCG Matrixmethode, auch Boston-I-Portfolio genannt, ist das bekannteste Portfolio Managementwerkzeug und basiert auf der Product Life Cycle Theorie. Sie wurde in den frühen 70er Jahren durch die Boston Consulting Group entwickelt und wird verwendet um festzustellen, welche Prioritäten im Produktportfolio einer Unternehmenseinheit welchem Produkt gegeben werden soll. Die BCG-Matrix soll den Zusammenhang zwischen dem Produktlebenszyklus und der Kostenerfahrungskurve verdeutlichen. Aufgebaut ist sie als Matrix und wird grafisch häufig als Streu- oder Blasendiagramm dargestellt.

Die Boston Consulting Group Matrix hat die zwei Dimensionen Marktanteil und Marktwachstum. Die Grundidee ist, dass wenn ein Produkt einen grösseren Marktanteil hat oder wenn der Markt des Produktes schneller wächst, ist es besser für die Firma.

 

Vier Zimmer der Veränderung

Das Modell der „vier Zimmer der Veränderung“ zeigt auf eine einfache und wirkungsvolle Art und Weise den typischen Ablauf eines Veränderungsprozesses auf und verdeutlicht die Befindlichkeiten der betroffenen Personen in den einzelnen Phasen.

Die emotionale Berg- und Talfahrt der involvierten Personen lässt sich in die vier aufgezeigten „Zimmer“ aufteilen. Um zu einem erfolgreichen Abschluss im Veränderungsprozess zu gelangen, müssen alle vier durchlaufen werden. Es gibt keine Abkürzungen. Die entscheidende Aufgabe im Change Management besteht darin, zu erkennen, in welcher Phase sich die Betroffenen befinden. Anschliessend können daraus die geeigneten Handlungsmöglichkeiten abgeleitet werden und die Involvierten können gezielt abgeholt und in die nächste Phase begleitet werden. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um die psychischen Belastungen der Betroffenen möglichst gering zu halten.

Das Modell kann auch zu einem Instrument der Gefährdungsbeurteilung verwendet werden, da zum Beispiel die Belastungen der Betroffenen bei Veränderungsprozessen erkannt und berücksichtigt werden können.

 

Business Model Canvas

Das Business Model Canvas  (kurz: BMC) hat sich zum Mittel der Wahl entwickelt, um das Geschäftsmodell und eine Startup Idee zu visualisieren und zu testen, ob diese auch unternehmerisch sinnvoll ist. Viele Experten sind mittlerweile der Meinung, das Business Model Canvas kann den veralteten Business Plan vollständig ersetzen. Entwickelt von Alexander Osterwalder und veröffentlicht in seinem Buch „Business Model Generation“, hat das Business Model Canvas bereits mehr als 5.000.000 Nutzer erreicht. Es gilt als Handbuch für Visionäre und Impulsgeber, die veraltete Geschäftsmodelle auf den Kopf stellen und Innovation vorantreiben wollen.

Whole Brain® Thinking-Modell

Unter dem Begriff Whole Brain® Thinking-Modell wird die Unterteilung des Gehirns in vier unterschiedliche Quadranten verstanden. Die Quadranten beziehen sich auf unterschiedliche Denkstile.

Alle Quadranten besitzen die gleiche Bedeutung.

  • Der obere linke, blaue, A-Quadrant steht für logisches, analytisches, quantitatives, faktisches Denken.
  • Der untere linke, grüne B-Quadrant bezieht sich auf Details, Planen, Organisieren, und die sequenzielle Informationsverarbeitung.
  • Der untere rechte, rote C-Quadrant ist auf die zwischenmenschlichen, emotionalen Aspekte einer Situation ausgerichtet.
  • Der obere rechte, gelbe D-Quadrant betrifft das Entwickeln und Integrieren von Informationen; es handelt sich um einen intuitiven, ganzheitlichen und kreativen Denkansatz.